Kunstpreis Worpswede

Worpswede bewegt sich - und zeigt künftig mit Kunstpreis-Wanderausstellungen in deutschen Großstädten "Flagge". Künstler/innen aus Deutschland, Europa und anderen Kontinenten bewerben sich für den Kunstpreis Worpswede und befruchte damit die Protagonisten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Worpswede ist überall !!!

Change language:

Kunstpreis Worpswede 2017 für bildende Kunst

Thema: AUTO Ι MACHT Ι MOBILITÄT

Preise: 1. Platz 10.000,00 €, 2. Platz 5.000,00 €, 3. Platz 2.500,00 €

Verleihung am 30. September 2017 um 17 Uhr im PS.SPEICHER in Einbeck


Globalisierung, Urbanisierung, Digitalisierung, Ressourcenknappheit: die Herausforder-ungen für die Mobilität der Zukunft sind hoch.

Die Zukunft des Automobils wird von der Effizienzsteigerung und fortschreitender Elektrifizierung des Antriebsstrangs sowie von sich verändernden Mobilitätsmustern und der fortwährenden Digitalisierung bestimmt sein. Der Paradigmenwechsel im Automobilbau erhöht dabei nicht nur die Komplexität, sondern auch die Anforderungen an eine ganzheitliche sowie systemische Denkweise.

Apps sollen bald in jeder Stadt wahlweise die schnellste, sauberste oder günstigste Verbindung zwischen zwei Orten angeben. Mit den geringsten Wartezeiten beim Umsteigen zwischen Bus und Bahn. Mit Leihmöglichkeiten von Auto oder Fahrrad, Gehzeiten zu Fuß oder Kosten fürs Taxi, das auch gleich geordert werden kann. Sie vernetzen alle Angebote von Flugzeug, Bahn, Bus, von (Leih-) Auto, Fahrrad- und Fußweg.

Entwickler machen sich Gedanken darüber, was die Städte tun können, um die Mobilität von morgen zu organisieren. Abzusehen ist schon heute: In den Ballungszentren wird sich bald ein neuer Mix von Verkehrssystemen durchsetzen. Steigende Spritpreise, Verknappung und Verteuerung der Parkplätze, Straßenmaut sowie eine Verschärfung der Abgaswerte machen es zunehmend unattraktiv, mit dem eigenen Auto in die Stadt zu fahren. Arbeitgeber mit Weitsicht fangen bereits an, mehr Stellplätze und auch Lademöglichkeiten für E-Bikes anzubieten».

Künftig werden die Menschen ihre Fortbewegungsmittel flexibel kombinieren; ... micromodal  – es werden mehr Zweiräder, vor allem E-Bikes und Elektroroller genutzt; ... intermodal – die Menschen wechseln täglich mehrmals das Verkehrsmittel, nutzen Bus und Bahn, Leihauto und Mietrad; ... multimodal, man wählt sein Verkehrsmittel situationsbedingt: Wer heute Bahn und Rad kombiniert, bucht morgen einen Leihwagen, weil er abends ins Theater will.

Suchen, buchen und abbuchen darf nie mehr als ein paar Klicks in Anspruch nehmen. Gefordert sind vor allem Kommunen. Neue Vorgaben zur Begrenzung von Lärm, Abgasen und Feinstaub werden Autos mit Verbrennungsmotor unaufhaltsam verdrängen. Zur Verbesserung der Luftqualität haben Städte und Gemeinden in der EU bereits 300 Umweltzonen eingerichtet (oder bereiten sie vor), in Deutschland gibt es in elf von 16 Bundesländern Zufahrtsbeschränkungen für Autos ohne grüne Plakette. Die EU-Kommission fordert europaweit CO2freie Mobilität: 2050 sollen Autos mit Verbrennungsmotor überhaupt nicht mehr in die Innenstädte hineinfahren dürfen. Stellplätze am Stadtrand für Benziner sind heute keine Seltenheit mehr. Von dort bringen abgasfreie Brennstoffzellen oder Elektrobusse Pendler in die City. E-Busse werden sich bald über Induktionsstationen an den Haltestellen mit Strom versorgen – oder demnächst auf eigenen Induktionsspuren fahren. Die Auto-Mobilität der Zukunft wird jedoch nicht nur in den Ballungsgebieten stattfinden !!!

Warum sollten nur Automobilhersteller, Verkehrsexperten und Politiker über das wichtige Thema Mobilität nachdenken? Der Kunstpreis Worpswede 2017 gibt internationalen Künstlerinnen und Künstlern die Gelegenheit sich in ihrer Art zum Thema zu äußern. Bahnbrechende Ideen werden nicht selten von der Kunst "geboren".

Kunstverein ART-Projekt Worpswede-Deutschland e.V. / www.kunstpreis-worpswede.de



Kunstpreis Worpswede 2016 für bildende Kunst

Thema: GEWALT Ι MACHT Ι HERRSCHER

Preise: 1. Platz 10.000,00 €, 2. Platz 5.000,00 €, 3. Platz 2.500,00 €

Verleihung in Berlin am 23. September 2016 um 17 Uhr im Hotel Adlon, Unter den Linden 77


Ob als Substanzloser Mangel an Gutem oder weltbestimmende Grundpotenz - das Böse beschäftigt schon seit Jahrtausenden die Menschheit, als diffuse gesellschaftliche oder psychologische Kraft, die sich in moralisch falschen Handeln äußert.

Herrschaftsformen mit brutalen Alleinherrschern an der Spitze nennt man Gewaltherrschaft oder Diktatur, eine Bündelung von jeglicher Gewalt. Legislative, Judikative, und Presse in den gleichen Händen eines Einzelnen oder einiger Weniger, ob erblich, selbsternannt oder gewählt, kann mit Recht als die genaue Definition von Gewaltherrschaft erklärt werden.

Gewalt, Macht und Herrschen gehen zwangsläufig miteinander einher. Es ist ein Kreislauf der Gewalt. Nicht wenige Menschen streben nach Macht. Um diese zu erreichen wird entweder brutale oder subtile Gewalt angewendet. Mit der erlangten Macht wird dann geherrscht und sodann nach Machterhalt gestrebt, welcher zumeist wieder mit Gewalt einhergeht.

Durch das Anwenden von Gewalt erreicht man die Angst der Beherrschten. Dieses Phänomen lässt sich nicht nur auf Gewaltherrscher beziehen sondern, auch auf eine zwischenmenschliche Ebene.

Liebe, Respekt und gegenseitige Unterstützung im Geiste sind nur möglich, wenn es kein Verlangen nach Macht gibt. Nur Respekt vor Anderen führt im Umkehrschluss bei diesen zu Respekt vor der eigenen Person.

Menschen, die in ihrer Vergangenheit unterdrückt und klein gehalten wurden, haben möglicherweise ein Bedürfnis nach Macht. Sie wollen sich nicht nur von ihrem Unterdrücker befreien, sie wollen selbst unterdrücken um sich stark und mächtig zu fühlen. Ein einzigartiges Beispiel dafür ist wohl Adolf Hitler, der stets jemanden gesucht hat, den er zum Sündenbock abstempeln und mit Gewalt klein halten konnte, um sein Bedürfniss nach Größe und Macht zu befriedigen.

Machthaber herrschen, sie herrschen mit Gewalt. Der Schriftsteller Johann Gottfried Seume sagte einmal: „Herrschen ist Unsinn, aber regieren ist Weisheit". Man herrscht also, weil man nicht regieren kann. Wieso also diese Faszination gegenüber Gewaltherrschern, zumal fast alle Gewaltherrschaften ein Inferno mit verbrannter Erde und oftmals Millionen von Toten hinterlassen haben?

Die Kunstpreisausstellung GEWALT | MACHT | HERRSCHER will auch aufzeigen, dass eine Diktatur heutzutage nur noch mit Hilfe von gleichgeschalteten Medien möglich ist.